Diese Woche kam ich zum ersten Mal in die Gelegenheit, die Achterbahn „Black Mamba“ im Phantasialand aus dem Jahr 2006 zu fahren. Ein schönes Fahrerlebnis, sehr gelungene Thematik seitens Architektur, Ambiente und Bewschallung. Schaut Euch hierzu gerne ein Video auf YouTube dazu an.

Die vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard (B&M) geplante Bahn ist ein sogenannter Inverted Coaster, bei dem der Zug unter der Schiene hängt und die Beine frei sind. Die Bahn ist nicht auf eine ebene Fläche gesetzt, sondern durch Schluchten und Tunnel eng mit dem Gelände verknüpft, ähnlich der Bahn Nemesis in Alton Towers.

Die Gleise wurden aus 70 Einzelteilen mit 0,15 mm Fertigungstoleranz zusammengesetzt. Die niedrige Fertigungstoleranz hilft nicht nur beim Aufbau, der von vier verschiedenen Stellen aus begonnen wurde und somit am Ende an vier Stellen zusammenpassen musste, sondern sorgt auch in der Regel für ruckelfreie Übergänge zwischen den Schienensegmenten. Die Schienen der Bahn wurden mit Sand gefüllt, um eine besonders leise Fahrt zu gewährleisten.

Neben den für eine B&M-Bahn relativ typischen Überschlägen wie Looping, Zero-G-Roll und Korkenziehern (heißt bei B&M-Bahnen Flat Spin) ist die Black Mamba die erste Bahn mit einem Inclined Immelmann (auch Jr. Immelmann genannt). Im Gegensatz zum normalen Immelmannelement bei Achterbahnen, wird bei der Inclined-Version keine vollständige Überkopffahrt erreicht. Eine weitere Besonderheit ist eine begehbare Brücke durch den Looping.