Laboe liegt ca. 10 km nördlich der Landeshauptstadt Kiel. Im zentral örtlichen System des Landes Schleswig-Holstein ist die Gemeinde am äußersten Ende der östlichen Siedlungsachse der Kieler Förde, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, gelegen. Etwas entfernt im Norden beginnt um die dänischen Inseln Langeland und Ærø die so genannte „Dänische Südsee“. Laboe liegt am Westufer der feld-, wald- und seenreichen Landschaft Probstei und gehört somit historisch zu Holstein.

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Das Marine-Ehrenmal erinnert an die gefallenen Seeleute beider Weltkriege. Am 8. August 1927 fand die Grundsteinlegung des 72 m hohen Turms durch Admiral Reinhard Scheer statt. Der Bau des Ehrenmals geht auf einen Beschluss des Delegiertentages des Deutschen Marinebundes vom 6. Juli 1925 zurück. Die Grundidee zum Bau des Marine-Ehrenmals ging von Wilhelm Lammertz (Kaiserliche Marine) aus. Der Entwurf des Architekten Gustav August Munzer aus Düsseldorf wurde zur Ausführung bestimmt.

Ehrenmal_Laboe

Auf 5,7 Hektar Gesamtfläche gehören zu der Anlage neben dem Turm eine unterirdische Gedenkhalle, die „Historische Halle“ mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schifffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7000 m² große, mit Wesersandstein belegte Freifläche. Etwa 700.000 Reichsmark – überwiegend aus Spenden von Mitgliedern der Marinevereine und der Marineoffiziervereinigung stammend – waren in den expressionistischen Bau geflossen.

Die Deutsche Marine gedenkt an diesem Ort in einem jährlichen Festakt der gefallenen Seesoldaten aller an den Weltkriegen beteiligter Nationen. Ebenso treten die Mannschaften aller in Sichtweite vorbeifahrender deutscher Kriegsschiffe als Zeichen des Gedenkens geschlossen an Deck an und erweisen dem Denkmal ihre Ehrenbezeugung.

Ebenfalls kann in Laboe ein Propeller des Schweren Kreuzers Prinz Eugen besichtigt werden.

Das am Ehrenmal ausgestellte U-Boot U 995 gehört zum Typ VII C und ist 1943 bei Blohm & Voss in Hamburg erbaut worden. 1952 stellte die norwegische Marine das Boot, das vorher an Großbritannien ausgeliefert worden war, unter dem Namen Kaura in Dienst. 1965 wurde das Boot der Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben, in den Zustand zu Kriegszeiten zurückversetzt und als technisches Museum am 13. März 1972 vor dem Marine-Ehrenmal eröffnet. Eigentümer ist der Deutsche Marinebund. U 995 ist das letzte erhaltene Boot des Typs VII C.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Laboe