Erlebnispark Tripsdrill

Der Erlebnispark Tripsdrill ist ein Freizeitpark im Weiler Treffentrill bei Cleebronn in Baden-Württemberg. Angeschlossen ist ein Wildpark. Auf einer Fläche von 77 Hektar sind etwa 100 Attraktionen, zoologische Anlagen und Museen zu finden. Tripsdrill gilt als der älteste Freizeitpark Deutschlands und beging 2009 sein 80-jähriges Jubiläum. Der Park hat rund 150 Beschäftigte und empfängt jährlich etwa 720.000 Besucher.

SONY DSC
SONY DSC

Der Park hat durchgängig das Thema Schwaben anno 1880. Beispielsweise gibt es Badewannen, Schlappen und Gugelhupfe als Wagen.

Am 30. Juni 1929 eröffnete Eugen Fischer, der Besitzer einer Gaststätte im Weiler Treffentrill bei Cleebronn, eine Altweibermühle, die anfangs nur aus einem kleinen Mühlenturm und einer Rutsche bestand. Die Namen Treffentrill und Tripsdrill sollen auf den römischen Hauptmann Trepho zurückgehen, der den Ort Trephonis Truilla genannt habe. Angeblich wurde in der Nähe ein entsprechend beschrifteter Stein gefunden.  Der Name wird außerdem vom Trips und Trefz genannten wilden Hafer hergeleitet, der dort einst durch Drillen verarbeitet worden sein könnte. Außerdem gibt es in alten Redensarten den Ortsnamen Trudentrüll für einen Ort, der nicht existiert. Ortsüblich ist noch heute die Bezeichnung „Trulla“ für den Park.

SONY DSC
SONY DSC

Gründer Eugen Fischer verstarb im Zweiten Weltkrieg, sein Sohn Kurt Fischer führte die Geschäfte des beliebten Ausflugsziels weiter. Die erste Mühle brannte 1946 nach einem Blitzeinschlag nieder. 1950 wurde die heutige Altweibermühle eingeweiht, den Festvortrag hielt August Lämmle.

Der Tierpark neben der Altweibermühle wurde 1957 mit 300 Tieren eröffnet. 1960 kam die erste Fahrattraktion in Form von pedalbetriebenen Lokomotiven hinzu. Das Heimatmuseum Trillarium entstand 1962. Der Freizeitpark wuchs allmählich über den Weiler hinaus. Gegenüber der Altweibermühle wurde 1970 die Altmännermühle eröffnet.

SONY DSC
SONY DSC

Das Wildparadies Tripsdrill wurde 1972 eröffnet und 1976 durch einen Streichelzoo erweitert, der Bestand wuchs dadurch auf über 1000 Tiere. Das Weinbaumuseum Vinarium wurde eröffnet und beherbergt seitdem eine der größten Sammlungen von Holz-Spindel-Pressen in Deutschland.

Seit 1986, als der Freizeitpark auf 45 Hektar erweitert wurde, sind die beiden Parks durch einen Zug auf Rädern (Stromberg-Express) verbunden. 1995 wurden weitere 15 Hektar zum Park hinzugefügt. Emanuel Mongon, ein weltbekannter Themenparkplaner, begann seine Arbeiten für Tripsdrill.

SONY DSC
SONY DSC

Kurt Fischer übergab 1996 die Geschäftsführung an seine Söhne Helmut, Roland und Dieter Fischer. Der Park wird seitdem als GmbH & Co. KG geführt. Im gleichen Jahr wurde das Waschzuberrafting eröffnet.

1998 eröffnete die Achterbahn G’sengte Sau. Dirk Auer, ein Extrem-Inliner, fuhr als erster Mensch überhaupt mit Rollschuhen über die Bahn. Der Burgkomplex Rauhe Klinge mit Wildwasserbahn wurde im Jahr 2000 eingeweiht. 2001 wiederholte Auer für eine Wetten-dass..?-Sendung die Inliner-Fahrt auf der Achterbahn mit einem Bierglas in der Hand. Ebenfalls 2001 wurde der Wildpark um 17 Hektar erweitert. 2002 wurde der erste Donnerbalken, eine Art Freifallturm, errichtet. Das ganze Jahr 2004 wurde als Jubiläumsjahr zum 75-jährigen Bestehen mit vielen Sonderveranstaltungen gefeiert. Ein zweiter Donnerbalken und die Spritztour wurden 2004 eröffnet. 2005 eröffnete mit zwei Jahren Verspätung das Seifenkistenrennen und vervollständigte damit den neuen Bereich Mühlental. Die Dorfstraße mit drei Häusern und der Maibaum auf dem Dorfplatz sind die Neuerungen des Jahres 2006.

Seit 2010 steht der Themenbereich Sägewerk fertig im Park. Die Achterbahn Mammut bildet in diesem Themenreich, der Tripsdrill ca. 20 Mio. € gekostet hat, das Hauptmerkmal. Mammut ist fast 30 m hoch, bis zu 90 km/h schnell und wurde bereits am 28. April 2008 eröffnet. Gebaut wurde sie von den Unternehmen Ing.-Holzbau Cordes (Holzbau), Gerstlauer Amusement Rides (Technik und Züge) und Ingenieurbüro Stengel (Berechnungen). Damit ist sie die erste Holzachterbahn komplett aus deutscher Produktion.

In der Saison 2013 wurden zwei weitere Attraktionen eröffnet. Dabei handelt es sich um ein aus sieben Fachwerkhäusern bestehendes Gaudi-Viertel, in dem allerlei Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche beheimatet sind. Zudem wird eine Katapult-Achterbahn zur neuen Großattraktion des Parks. Die Karacho-Bahn des deutschen Herstellers Gerstlauer mit LSM-Abschuss und vier Inversionen wurde im Juli 2013 eröffnet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erlebnispark_Tripsdrill