Serengeti-Park

Das Serengeti-Park Resort im niedersächsischen Hodenhagen ist ein Tier- und Freizeitpark. Der Park hat eine Größe von 220 Hektar, 1500 Tiere, über 40 Fahrgeschäfte und Shows sowie ein Resort mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. Der Serengeti-Park ist als zoologischer Garten anerkannt. 2009 erhielt der Park durch das niedersächsische Kultusministerium die Zertifizierung als außerschulischer Lernort im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

1972 hatte der Unternehmer Charlie Stein die Idee, exotische Tiere in der nördlichen Hemisphäre zu halten. Aus dieser Idee heraus entstanden Tierparks in Montreal, New Jersey, Birmingham, Yokohama, Beekse Bergen und Hodenhagen. Paolo Sepe fungierte als Leiter der zoologischen Einrichtungen, die unter dem Namen „Wild Animal Kingdom“, eine Tochtergesellschaft der Stein-Holding, liefen. Grundlegend unterschied sich das Konzept der Parks von gewöhnlichen Zoos. Es wurden Safaris mit Tierauslauf angeboten. Außerdem sollten sich die Parks ohne Zuschüsse tragen können. Abgerundet wurde das Freizeitprogramm durch ein paar Karussells. Bei der Eröffnung der Anlage 1974 betrugen die Investitionen etwa 20 Millionen D-Mark.

1982 übernahm – nach dem Konkurs der amerikanischen Betreibergesellschaft – der damalige Serengeti-Park-Geschäftsführer Paolo Sepe den Hodenhagener Park als Eigentümer. Seit 1983 wurde der Park immer weiter saniert, wodurch mit der Zeit neben der Tierwelt auch die Affen-, Wasser- und Freizeitwelt entstanden.

1996 gelang dem Serengeti-Park die weltweit einzige Auswilderung eines in Europa gezüchteten Breitmaulnashorns.

1997 übernahmen Paolo Sepes Kinder Fabrizio Sepe und Veronica Trussardi-Sepe den Serengeti-Park und leiten ihn seitdem als Geschäftsführer gemeinsam mit ihrem Cousin Giovanni Sepe.

2001 startete die erste Dschungel-Safari-Tour.

2004 erhielt der Serengeti-Park die unbefristete Genehmigung als Zoologischer Garten nach der aktuellen EU-Richtlinie 99/22/EG gemäß § 45 des Niedersächsischen Landesnaturschutzgesetzes und auf der Basis des LANA-Gutachtens.

2006 wurde „Boubou“, das erste afrikanische Elefantenbaby Norddeutschlands seit 30 Jahren geboren.

2007 wurden die Safari-Lodges eröffnet.

2009 erhielt der Serengeti-Park durch das Niedersächsische Kultusministerium die Zertifizierung als außerschulischer Lernort im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

2010 wurde die „Aqua-Safari“, eine Fahrattraktion mit original Florida-Airbooten, eingeweiht.

2011 starb „Charly“, das mit 53 Jahren älteste Breitmaulnashorn der Welt, das unter kontrollierten Bedingungen in Menschenobhut gehalten wurde.

2014 feierte der Serengeti-Park sein 40-jähriges Jubiläum und das Resort wurde um 40 Masai-Mara-Lodges erweitert. Die Hütten in afrikanischem Stil sind um eine eigene Tieranlage gebaut, auf der unter anderem Giraffen und Antilopen leben.

2015 wurde die Black-Mamba Jetboot-Attraktion eingeweiht.

2016 wurden neue Lodges gebaut und die Quad-Safari eröffnet.

Serengeti-Safari

Die 120 ha große Serengeti-Safari mit rund 1500 frei lebenden Tieren kann mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden. Alternativ können die Besucher an einer Serengeti-Busführung teilnehmen, bei der verschiedene Tiere per Fütterung nah an den Bus gelockt werden. Der Bereich ist in 16 Areale unterteilt:

  • Ostafrika (Savanne): Giraffen, Gnus, Ellipsen-Wasserböcke, Rappenantilopen, Spießböcke, Husarenaffen, Angola-Stummelaffen.
  • Zentralafrika (Zululand): Säbelantilopen, Sitatungas, Kudus, Weißnacken-Moorantilopen, Impalas, Kronenkraniche.
  • Europa: Damwild, Ziegen, Leine-Schafe, Zwergesel, Alpakas. Hier dürfen die Besucher ihre Fahrzeuge verlassen und können die Tiere füttern und streicheln.
  • Westafrika (Angola-Land): Litschi-Wasserböcke, Nyalas, Rothalsgazellen, Arabische Oryx, Pferdeantilopen, Kronenkraniche.
  • Nordamerika (Prärie Amerikas): Wapitis, Bisons, Lamas.
  • Russland (Tundra): Dybowskihirsche, Hirschziegenantilopen, Yaks, Amur-Leoparden.
  • Südamerika (Amazonien): Wasserschweine, Zwergzebus, Guanakos, Nandus, Flachlandtapire, Geoffrey-Klammeraffen.
  • Asien (Dschungelland): Nilgauantilopen, Trampeltiere, Pater-David-Hirsche, Axishirsche, Gibbons, Hirschziegenantilopen, Mandschurenkraniche.
  • Afrika: Weiße Löwen
  • Afrika (Königreich der Löwen): Löwen
  • Asien (Land der Bengalen): Bengaltiger
  • Asien: Weiße Tiger
  • Nordafrika (Kalahari-Ebene): Mantelpaviane, Strauße, Kulane, Dromedare, Mähnenspringer, Mendesantilopen.
  • Kenia: Geparden (die schnellsten Landsäugetiere), Rosaflamingos.
  • Südliches Afrika (Botsuana): Breitmaulnashörner, Watussi-Rinder, Steppenzebras, Strauße, Elenantilopen, Blessböcke.
  • Das Elfenbeintal ist eine Anlage mit Afrikanischen Elefanten. Größte Attraktion ist hier Nelly, ein am 27. Dezember 2009 geborener weiblicher Elefant, der auch als Fußball-Orakel bekannt ist.

Dschungel-Safari

In der Dschungel-Safari leben 20 verschiedene Affenarten (zum Beispiel Berberaffe, Totenkopfäffchen, Weißkopfmaki, Katta, Weißschulterkapuziner, Weißhandgibbon, Lisztaffen, Weißbüscheläffchen, Schimpansen) in zum Teil begehbaren Gehegen. Innerhalb einiger dieser Gehege befinden sich keine Absperranlagen zwischen Besuchern und Tieren (beispielsweise in dem mit den Berberaffen), weshalb die Parkleitung davon abrät, diese mit Taschen, Rucksäcken, Regenschirmen und ungesicherten Wertsachen zu betreten.

Die Dschungel-Safari-Tour startet in der Affenwelt und führt in offenen Geländefahrzeugen durch einen Teil der Tierwelt und über eine Offroad-Strecke mit Spezialeffekten.

Für den Ende März 2013 vom deutschen Zoll am Flughafen München beschlagnahmten Weißschulterkapuzineraffen von Justin Bieber wurde im Mai 2013 vom Bundesamt für Naturschutz eine Unterbringung im Serengeti-Park entschieden.

Stefan Schweig

Abenteuer-Safari

In der Abenteuer-Safari (früher Freizeitwelt und Wasserwelt) sind viele verschiedene Fahrgeschäfte für Kinder und Erwachsene zu finden, wie zum Beispiel die Achterbahn Frosch-Flitzer, ein Riesenrad und eine Kleinbahn. Eine „Dschungel-Safari-Tour“ in offenen Geländewagen mit Fahrer führt durch ein Spaßgelände mit künstlichen Tieren und verschiedenen Spezialeffekten. Das Serengeti-Restaurant „Zanzibar“ befindet sich ebenfalls in der Freizeitwelt.

Die Abenteuer-Safari kann zu Fuß erkundet werden. In der früheren Wasserwelt findet man verschiedene Attraktionen wie eine 600 m lange Wildwasserbahn, den Kumba Twister, eine Riesenschiffsschaukel oder auch den Condor der Firma Huss. Auch werden eine Aqua-Safari mit Florida-Airboats, ein Fahrgeschäft mit Jetbooten und eine Quad-Safari angeboten.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Serengeti-Park